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Die Zwerge
diesen Teil der Chronik als pdf Ihrer geringen Höhe von etwa vier Fuß zum Trotz sind die Zwerge gefürchtete Krieger. Ihre stämmigen, muskulösen Körper, die mit kurzen, starken Gliedmaßen perfekt an ein kräfteforderndes Leben in engen, eingegrenzten Räumen angepasst sind, wiegen bei den Männern etwa 85 - 110 Stein, bei den Frauen 70 - 90 Stein. Sie erreichen ein Alter von etwa 350 bis 450 Jahren, obgleich es heißt, dass einige sogar an die 600 Jahresläufe erlebt haben sollen. Zwerge erlangen die Volljährigkeit mit etwa 40, obschon andere Völker ihnen nachsagen, dass sie die Sturköpfigkeit eines Fünfjährigen nie ganz überwinden und immer mit der Gefahr leben, in unbeherrschte Zornesanfälle auszubrechen. Mit Schuld an diesem Ruf trägt aber auch, dass andere Völker sich gerne über das Wesen der Zwerge lustig machen und diese dadurch in ihrem Stolz verletzen.
Da Zwerge unter den anderen Völkern auch wegen ihrer langen, dichten Bärte berüchtigt sind (diese gelten bei Männern als Zeichen des Erreichens der Reife, beginnen nach etwa 40 Jahresläufen zu wachsen und bringen den vorher bedeutungslosen Jünglingen Ansehen und Mitspracherecht und sind daher gepflegtes Statussymbol), heißt es oft, Zwergenfrauen wüchsen diese auch - was aber zweifelsfrei nur ein böses Gerücht ist. Obgleich Zwergenfrauen eine anmutigere Variante der starken, breiten Gesichter ihrer Männer besitzen, ist ihr Haarwuchs im Vergleich zu Frauen der anderen drei Völker nur etwas voller und verläuft an den hinteren Wangen bis auf die Höhe des Ohrläppchens herab, also wie ein Bogen um das Ohr herum. Das Haar der Zwerge wächst in Blond-, Rot- und Brauntönen sowie in schwarz - zuweilen auch weiß. Mit dem Alter ergraut es bei Vielen. Die Augen der Zwerge können von Gold- und Brauntönen über stahlblau bis granitgrau variieren. Obwohl sie mit ihrer normalen Sicht im Dunkeln nur wenig besser sehen als Menschen, verfügen sie für ihr Leben im Dunkeln als einziges der vier Völker über die Gabe einer tatsächlichen Infravision, mit der sie Gegenstände aufgrund ihrer Wärmestrahlung wahrnehmen können. Dennoch verlassen sie sich meist lieber auf raffinierte Lampen und Leuchtsteine, mit denen sie ihre unterirdischen Behausungen erhellen.
Zwerge werden von den Schätzen des Bodens magisch angezogen. Erstaunlicherweise zeigt sich in ihrem Umgang mit eben diesen, zu welcher Kunstfertigkeit sie ihre Kombination von eifersüchtiger Liebe zu edlen Metallen und Steinen und dem daraus resultierenden unglaublichem Fingerspitzengespür sowie ihre rohe Kraft, die für die Bearbeitung nötig ist, befähigt.
Das Zwergenvolk lebt in seiner großen Masse unter den Gipfeln des nach ihnen benannten Zwergengebirges im Osten, zwischen dem Menschenreich Tarmarh ûn im Westen und dem Gnomenwald im Norden. Der mächtige Gebirgszug ist in zwei Reiche aufgeteilt, die sich aber außer durch ihre Gründer und Herrscherlinie in nichts unterscheiden: Forod Nogothrim und Harad Nogothrim. Innerhalb dieser Reiche gibt es verschiedene unterirdische Metropolen, die jeweils von einem Zwergenfürsten im dienste der Zwergenkönige regiert werden. Solche Metropolen können im Zentrum aus riesigen natürlichen Kavernen bestehen, oder vollkommen künstlich durch Zwergenhand erschaffen sein. Rund herum finden sich zahllose Wohnstollen. Das Leben Untertage verlangt den Zwergen hohe Disziplin ab. Das Kämpfen und Raufen ist in ihrer Kultur innerhalb fröhlichen Geselligseins ritualisiert, so dass Frust und Ärger ein Ventil bekommen, ohne dass davon die Gefahr ausufernder Gewalt für ein auf engem Raum lebendes Volk ausgeht.
Diese Lust am spielerischen Zank sowie die Fähigkeit, zurückgestaute Wut gegen wahrhaftige Gegner entfesseln zu können, stoßen bei den übrigen Völkern des Lichts häufig auf Unverständnis. Dennoch sind Zwerge auch in ansehnlicher Zahl in die Reiche der Menschen gezogen, wo sie ihre Künste als Schmiede und Steinschleifer oder Krieger feilbieten.
Während ihr Wesen eng mit natürlicher Erdmagie verbunden ist und sie eine erstaunliche Magieresistenz aufweisen, beschäftigen sich innerhalb des Zwergenvolks weit weniger mit aktiver Magieanwendung als in ihren Brüdervölkern. Dabei wird oft verkannt (auch von den Zwergen selbst), dass viele ihrer Gaben, die sie im Umgang mit und beim Finden von Steinen und Erzen verwenden, auf natürliche Weise von den Teilen des magischen Gewebes gebrauch machen, die in der Art der Erde gewoben sind.
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