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Die Schlangenmenschen
diesen Teil der Chronik als pdf Ist unser Wissen über die Echsenmenschen bescheiden, so wissen wir über das zweite Urvolk, die Schlangenmenschen, fast nichts aus erster Hand. Innerhalb unserer Völker bestehen nur wenige Gerüchte über sie, so dass die Überlieferung der Echsenmenschen als Hauptquelle dienen muss; zusammen mit den wenigen Artefakten und Kulturstätten, auf die die Bruderschaft der Sucher während ihrer Forschungen stieß.
Was ihr Äußeres betrifft, so konnten vor allem die Sternenfeuerhelden, um die sich Neyllo Lindonns Saga rankt, Zeugnis ablegen. Ihr Gewicht dürfte rund 250 Stein betragen. Schlangenmenschen messen von Kopf bis Schwanzspitze etwa 18 Fuß, wobei nur das vordere Drittel ihrer Körper aufgerichtet ist. An diesem Oberkörper besitzen sie zwei wendige Arme und zwei Hautfalten zu den Seiten, die sie bei Bedrohung aufplustern können um sich zusätzliche Größe zu verleihen. Ihre bis auf eine ledrige Bauchseite geschuppte Haut tritt in Färbungen von rot bis orange auf und ist auf ihrem Bauch - sowie einer ledrigen Membran zwischen ihrem spitzen Hornkamm über ihrem Rücken - etwas heller. Ihr Augapfel ist tiefgelb mit einer schlitzartigen Pupille.
Vermutlich erreichen die Schlangenmenschen ein ähnliches Alter wie das Echsenvolk, allerdings ist weder dies belegt, noch ob sie eine ähnliche Aufzucht vornehmen. Die Sternenfeuerhelden und der Orden der Paladine bezeugen, dass auch die Schlangenmenschen nicht lebend gebären, sondern ihre Eier in kollektiven Gelegestätten ausbrüten. Die alten Überlieferungen des Echsenvolks, sofern sie uns bekannt sind, lassen vermuten, dass auch die Schlangenmenschen einen raschen Schub ihrer geistigen Reife durchlaufen, wenn sie sich ihrer vollen Körpergröße nähern, und dass sie sich ihr Leben lang fortwährend häuten.
Wie die Echsenmenschen lebt auch das verbleibende Schlangenvolk in den Ruinen seiner Vergangenheit. Hierbei bevorzugen sie - obgleich ihre Brutkammern warm und feucht gehalten werden müssen - vor allem trockene, warme bis gemäßigte Umgebungen, wie die Wüste Anartalath oder die Harpyieneinöde.
Seit seiner Verführung durch die dunkle Göttin Amglàna huldigt dieses Volk der Schlangenherrin, obschon diese nach dem Niedergang ihres Volkes ihrer Vorherrschaft über die bösen Götter durch Z'Arkon entmachtet wurde. In jüngerer Zeit haben sich auch Anhänger aus unseren Völkern der Verehrung Amglànas hingegeben, seit die Rolle der Schlangengöttin durch die Sucher in gewissen Kreisen bekannt wurde. Der Kult der Roten Schlange versucht, das Ritual, welches damals den vernichtenden Höhepunkt des Apokalyptischen Krieges auslöste, zu wiederholen. Erst kürzlich konnte dies von den Sternenfeuerhelden vereitelt werden, wodurch auch die Ruinen des Hauptsitzes von Amglànas Verehrung im dunklen Gebirge Ered Môrlith an der Nordgrenze Môrlads entdeckt wurden.
Ihre ursprüngliche Sprache teilten die Schlangenmenschen mit den Echsenmenschen. Doch durch die willkommene Hilfe, die ihnen der Zulauf an Kultisten brachte, scheinen auch sie die gemeinsame Sprache der Völker in einer tonlosen, zischenden Ausführung erlernt zu haben.
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Religion
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Völker