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Wie die Dryaden, sind auch die Nymphen an keine feste Gestalt gebunden. Sie sind seltener als die Baumgeister und verfügen über größere Kapazitäten, die Kräfte des Gewebes zu kanalisieren und zu Formen. Ihre Wirkungsmöglichkeiten beschränken sich aber auf die Gewebemuster des Wassers, mit denen sie so eng verschmolzen sind, dass sie im Gegensatz zu den Dryaden nicht weit ab von ihrem angestammten Wasserlauf wandeln können. Geboren aus dem Moment, da Wasser aus dem Erdreich ans Tageslicht tritt, sind die Nymphen an ihre Quelle gebunden. Sie herrschen soweit über ihren Lauf, bis dieser in ein größeres Wasser mündet. Je länger ihr Wasserlauf dominiert, umso mächtiger sind sie. Doch halten sich Nymphen selten andernorts als der Quelle ihres Erwachens auf, da es vor allem an deren Intaktsein hängt, welche Aussichten eine Nymphe auf Einfluss uns Stellung hat. Trafen allerdings größere Bedrohungen ihre Wasserläufe andernorts, so wurden Nymphen auch schon von ihren Quellen fort gesichtet.
Wir sind uns nicht sicher, ob jeder Wasserlauf einen Quellgeist besitzt. Möglich ist, dass diese Naturgeister bei sehr kleinen Bächen nicht die Macht entwickeln, sich für uns merklich zu manifestieren - und die bekannten Nymphen geben dazu keinerlei Auskunft. Wir gehen jedoch davon aus, dass nymphische Kräfte in jeder Quelle entstehen.
Wenn sich Nymphen uns Völkern manifestieren, so scheinen sie - wie die Dryaden - häufig eine weibliche Form zu wählen. Wie bei ihren baumgebundenen Schwestern mag auch dies mit der engen Verbundenheit zur Herrin Gaya zusammenhängen.
Soweit uns dies bekannt ist, hegen Nymphen wenige direkte Kontakte untereinander. Zwar können sie Botschaften flussabwärts schicken, doch die hierarchische Strukturierung ihrer Machtbereiche macht diese Kommunikation zu einer einseitigen Angelegenheit, bei der die oberste Nymphe eines Flusssystems (in deren Gewässer stets nur kleinere Gewässer münden) alle Informationen bekommt, die Nymphen, deren Gewässer aber gleich in ein größeres münden, nichts vom Rest des Flusssystems erfahren. Zudem sorgt diese Aufteilung der Macht dafür, dass die Nymphen sich als Konkurrentinnen betrachten und wenig Interesse an direkten Kontakten hegen.
Die Machenschaften der Völker haben die Nymphen selten gestört. Boote, Häfen und Schleusen dulden sie. Eingriffe scheinen sie erst dann zu stören, wenn ihnen dadurch beträchtliche Mengen an Wasser verloren gehen und ihre Stellung in der Hierarchie des Flusssystems gefährdet ist.
Die uns bekannten Quellgeister haben selten in die Kriege der Völker des Lichts gegen Z'Arkons Diener eingegriffen. Taten sie es doch in unseren Gebieten, dann immer auf Seiten des Zwillingstriumvirats. Wir wissen allerdings nicht, wie sich dies in den dunklen Südlanden verhält. Möglich ist, dass die Nymphen, die dem Einfluss der Diener Z'Arkons zu nahe standen, mit der Zeit korrumpiert wurden.
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