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Es existiert nur eine uns bekannte Population dieser merkwürdigen Wesen, die vermehrt an den südlichen Hängen der Wilden Berge gesichtet wurden. Wir vermuten, dass sie aus einem uns unbekannten Grund von weit her in unsere Gefilde auswanderten und möglicherweise anderswo in den unerforschten Weiten Giladaés weitere Artgenossen zurückgelassen haben.
Muorags überragen hochgewachsene Menschen trotz ihrer etwas gebeugten Körperhaltung um einen halben Kopf. Männchen erreichen aufgerichtet eine Höhe von sieben Fuß, Weibchen etwa sechs Fuß. Sie sind gleichzeitig kräftig uns sehnig gebaut und bringen ein Gewicht von 70 bis 110 Stein auf die Waagschale. Ihre Beine sind verhältnismäßig kurz, ihre Arme dagegen so lang, dass sie bis zu den Knien hinabreichen. In der Regel tragen Mourags ein zotteliges, weißes Fell, von dem Hände, Füße und Gesicht frei sind und das auf der Brust spärlicher wächst. Muorags mit andersfarbigem oder geflecktem Fell sind selten und werden in ihrer Gesellschaft entweder verehrt oder verachtet.
Der Muoragschädel ist von einem Knochenhöcker gekrönt, der im nach oben eine annähernd konische Form verleiht. Die Stirn ist zurückgedrängt, der Kiefer etwas vorgelagert, die Nase zusammen mit dem Oberkiefer als flache Schnauze ausgebildet. Muorags haben große Augen, mit denen sie in Dämmer- und Sternenlicht hervorragend sehen können. Auch ihre übrigen Sinne sind scharf wie die der Tiere.
Muorags scheinen ein ähnliches Alter wie Menschen zu erreichen und auch ihre Entwicklung verläuft ähnlich.
Dieses Volk besitzt keine nennenswerte Kultur. Es lebt in schlichten Behausungen und nutzt einfachstes, kaum verarbeitetes Werkzeug. Seine Waffen sind Keulen und Steine. Dennoch gibt es auch Schamanen in seinen Reihen, die sich ähnlich komplexer Magie zu bedienen vermögen, wie unsere Völker auch.
Muorags hausen in großen Familienverbünden nebeneinander in Frieden. Große bewaffnete Konflikte untereinander sind uns nicht bekannt - auch wenn wir zugegebenermaßen nicht viel über die Muorags wissen. So friedfertig diese Wesen auch untereinander scheinen, umso aggressiver reagieren sie auf Eindringlinge in ihrem Revier. Die wenigen Gelegenheiten, zu denen Siedler oder Abenteurer bis über die Nordwestgrenze Dôr Mandurs zogen, endeten für die Eindringlinge stets unangenehm.
Ob dieses territoriale Verhalten gegenüber Fremden und die Friedfertigkeit untereinander mit der Ursprungsgeschichte dieses Stammes zu tun hat, wissen wir nicht. Wir finden lediglich in den Gegenden um die Läufe des Tincélume und des Torenuin, nachdem sich letzterer mit erstgenanntem vereint hat, vage Berichte über das Auftauchen und baldige Verschwinden merkwürdiger Wesen, deren Beschreibung in etwa auf die Muorags passt. Es handelt sich dabei um Geschichten, die heute als Schauermärchen für böse Kinder in der genannten Region überlebt haben. Ihr Ursprung fällt etwa auf den Anfang des siebten Jahrhunderts seit dem Kommen der neuen Völker, während des Friedens zwischen den beiden ersten Überfällen von Z'Arkons Dienern auf die Völker des Lichts. Möglicherweise stammen diese Geschichten daher, dass das Volk der Muorags zu jener Zeit aus den wilden Mittellanden durch die Menschenlande nach Norden zog und es Zusammenstöße mit den ansässigen Menschen gab.
Wir wissen nicht, welche Götter die Mourags anbeten, doch gilt als sicher, dass sie nicht dem finsteren Gott Z'Arkon dienen.
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