 |
|
|
 |
Die Lebensspanne der Menschen ist mit 60 - 80 Jahren - in seltenen Fällen 100 - von den vier Völkern am kürzesten bemessen. Dafür pflanzen sie sich verhältnismäßig schnell fort und reifen sehr zügig in Körper und Geist, so dass sie mit 18 Jahresläufen im Besitz ihrer vollen Fähigkeiten stehen können. Ihre Flexibilität und Anpassungsfähigkeit ermöglichet dem Individuum die Meisterschaft eines aus beinah jedweden Gebietes, so dass unter diesem Volk alle Künste in zahlreichen Varianten ausgereift sind.
Menschen messen im Durchschnitt fünf bis fünfeinhalb Fuß. Männer wiegen ca. 65 - 90 Stein, Frauen 50 - 70. Ihre Hautfarbe kann von sehr zartem Elfenbein über rosig bis hin zu wettergegerbtem Haselnussbraun reichen. Im maskulinen Bartwuchs stehen die Menschen unter den Völkern nur den Zwergen nach. Haarfarben rangieren über Blond- und Brauntöne bis hin zu Fuchsrot und tiefem Schwarz, das ab und an einen bläulichen Glanz annehmen kann. Mit dem Alter ergraut das Haar vieler Menschen, oder wird weiß. Ihre Augen können von Natur aus verschiedener Schattierungen sein; blau, grau, grün und braun. Sicht und übrige Sinne sind bei den Menschen durchschnittlich ausgeprägt, wobei eine Schulung oder Anpassung in früher Kindheit auch unter diesem Volk zu erstaunlichen Ergebnissen führen kann.
Die drei Menschenreiche bilden die Mitte des Gürtels, in dem sich die Völker des Lichts um die Bewachte Ebene und den Heiligen Berg angesiedelt haben. Damit standen ihre Südgrenzen meist im Mittelpunkt der Übergriffe von Truppen aus den finsteren Südlanden.
Tarmarhûn, ganz im Osten, an der Grenze zum Zwergengebirge, ist wohl das älteste Reich der Menschen. Es blickt auf eine bewegte Geschichte zurück, die zeitweise von Kriegen um den Thron der bis heute dort herrschenden Monarchie zerrüttelt wurde. In Tarmarhûn ist vor allem unter dem alteingesessenen Adel ein striktes Standesdenken vorherrschend. Tarmarhûns Reichtum stammt vor allem daher, dass es die Reiche der Zwerge mit Oberweltgütern und Nahrung im Austausch gegen feines Schmiedewerk und unterirdische Rohstoffe beliefert.
Im Westen grenzt das Reich Tirithdûn an das Goldelben- und Waldelbenreich. Über die Zeit haben sich verschiedene Magierräte als Regierungen der einzelnen großen Städte und umgebenden Gebiete etabliert. Keine der Städte misst eine eigene Akademie für das Studium der arkanen Kräfte, wobei Spezialisierungen der einzelnen Einrichtungen die Regel sind. Gesandte aus den einzelnen Zirkeln bilden das oberste Regierungsorgan Tirithdûns. Unter der theoretischen Vorherrschaft der Magier hat sich eine weltlichere Herrscherschicht etabliert. Da Magier ihre Zeit selten mit den Details vergeuden wollen, die das tägliche Regieren und Verwalten konkret mit sich bringen, ist vor allem der ländliche Raum an mehr oder weniger frei agierenden Adel verteilt, während die Städte unter der Aufsicht von Verwesern stehen.
Lange Zeit war das Land zwischen Tirithdûn und Tarmarhûn nur spärlich besiedelt, da dort weite Ebenen und Hügellandschaften nur wenig Anreiz für florierende Niederlassungen boten. Als die Heere des FeuerThrons an jener Stelle beinah bis in die Bewachte Ebene vorstießen, beschlossen verschiedene religiöse Gruppierungen, die Befestigung dieses Landes in Angriff zu nehmen, wodurch das heutige Dôr Mandur, das Land der Paladine entstand. Als das Land schließlich nach die Überwindung des religiösen Disputs zwischen den Gruppierungen durch den Eingriff des Zwillingstriumvirats selbst Frieden fand, wuchsen darin überall stabile Festungen. Darüber hinaus hat Dôr Mandur wenig zu bieten. Seine Wirtschaft ist lediglich darauf ausgerichtet, die Bollwerke gegen das Böse aufrechtzuerhalten und zu versorgen. Dennoch floriert Kunst und Schönheit an einigen Orten, die an den großen Strömen liegen, so etwa in der Hauptstadt Dôr Mandurs, Aurora.
Von den vier Völkern ist das der Menschen das einzige, aus dem in nennenswerter Zahl ein Teil zum FeuerThron überlief und sich in den Dienste des finsteren Gottes Z'Arkon begab. Erklärungen, Anschuldigungen und Rechtfertigungen hat es viele gegeben. Womöglich ist es gerade die Flexibilität des menschlichen Geistes, die ihn für solch dunkle Versprechen empfänglich macht. Selbst innerhalb der Länder des Lichts vermag die böse Lehre Z'Arkons vor allem unter den Menschen immer wieder vereinzelte Blüten zu treiben. Jene, die sich in den früheren Kriegen dem Truchsess Z'Arkons auf dem FeuerThron unterwarfen, müssen sich irgendwo im Südland Môrlad angesiedelt haben, wo sie in der Gesellschaft anderer mit Bosheit erfüllter Kreaturen außer Reichweite jeglicher Läuterung liegen.
Nebst den drei Reichen und den Verlorenen bestehen auch einige Verstreute Menschensiedlungen in den wilden Südlanden. Meist handelt es sich dabei um Ausgestoßene oder Gruppen, die ihr Los in der Isolation selbst wählten. Sie leben in kleinen Gruppen oder Stämmen vereinzelt und weit verstreut in umzäunten Weilern oder Höhlen und anderen Verstecken als Jäger, Banditen oder Händler von Waren, die nicht in den Reichen des Lichts zu finden sind, wie seltenen Pelzen oder Kräutern. Ihre Leben sind hart und ihre Existenzen von Glück und der Gunst der Wildnis abhängig.
Ein weiteres Menschenvolk, das nicht zu den Völkern des Lichts zählt, sind die Barbaren in den Nordlanden, doch auf sie wird eigens im Kapitel über die neutralen Völker detaillierter eingegangen.
|
|
|
|
|
|