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Die Elben
diesen Teil der Chronik als pdf Die Elben sind unter den Vieren das langlebigste Volk - vielleicht ein Grund, weshalb sie rasche Veränderungen nicht mögen. Sie können ein Alter von über 800 Jahren erreichen. Die erste Phase ihrer Kindheit verläuft zügig, so dass ihr Wachstum mit 15 beinah abgeschlossen und ihre geistige Kapazität zu einem großen Teil entwickelt ist. Verbleibende Züge der Halbwüchsigkeit halten sich jedoch vor allem im mentalen Bereich länger, so dass sie erst zwischen ihrem vierzigsten und fünfzigstem Jahreslauf den vollends gereiften Verstand eines erwachsenen Elben entwickelt haben.
Ausgewachsen messen Elben durchschnittlich sechs Fuß. Im Vergleich zu den anderen drei Völkern wirken sie hoch gewachsen, anmutig, manchmal fast filigran. Ausgewachsene Männer erreichen ein Gewicht von ca. 70 Stein, Frauen etwa 55 Stein. Ihre Hautfarbe variiert von zartem Elfenbein bis hin zu wettergezeichnetem Goldbraun- oder Olivtönen. Ihr Haar - auch Männer sind unter den Elben bartlos - kann von weißblonden über braune Töne bis hin zu blauschwarzer oder silbriger Färbung reichen und verändert seine Farbe mit dem Alter nicht. Auch ihre Gesichtszüge zeigen bis zum Tod nur feinste Spuren von Alterung. Die Augen der Elben kommen in sämtlichen Blau-, Braun- und Grünvariationen vor. Seltener sind goldfarbene oder violette Iris. Elbenaugen vermögen selbst bei Sternenlicht oder dem Licht des Mondes noch ausgezeichnet zu sehen und Dinge in weiter Entfernung deutlich zu erkennen. Auch ihre übrigen Sinne sind sehr gut ausgeprägt; nebst den Augen vor allem das Gehör. Von den übrigen Völkern werden sie häufig wegen ihrer spitz zulaufenden Ohren geneckt.
Dem Elbenvolk ist eine überdurchschnittliche Begabung in Sachen Magie zuteil - vor allem was deren natürliche Formen betrifft. Oft wird dies in Zusammenhang damit gebracht, dass die tägliche Sprache der Elben sich kaum von der Sprache der Macht entfernt hat, die den Zugang zur Magie erleichtert und den vier Völkern anfangs von den Göttern gelehrt wurde.
Obgleich einige Elben durch die anderen Länder des Lichts reisen (wo des öfteren Kreuzungen mit dem Menschengeschlecht vorkommen), zieht es die meisten nicht über die Grenzen ihrer Reiche. Es gibt der Elbenreiche drei und sie bilden den westlichen Teil des Gürtels der Länder des Lichts.
Am weitesten südlich liegt das größte Elbenreich, dasjenige der Goldelben, Gloredhildôr - so genannt, weil die meisten seiner Bewohner Haare in goldenen Tönen tragen. Die Goldelben haben eine den Menschen ähnliche Kultur entwickelt. Ihr Land ist wie ein großer, zauberhafter Garten, ihre Städte erscheinen, als sei der Stein, aus dem sie gebaut sind, in wunderbaren Formen aus der Erde gesprossen. Innerhalb der Städte pflegen sie die üblichen Handwerke, welche allesamt unter ihren geschickten Fingern den Status eines Kunsthandwerks erlangen.
Nördlich von Gloredhildôr erstreckt sich das Reich der Seeelben, Gaerdhildôr, bis an die Küsten des Nordwestmeers. Die vier größten Niederlassungen der Seeleben sind an der Küste erbaut, von wo aus ihre schlanken, schnellen Schiffe in See stechen. Auf einer größeren Insel im Norden haben die Seeelben Handelskolonien erreichtet und importieren von dort seltene Stoffe in die Länder des Lichts.
Östlich der beiden anderen Elbenreiche erstrecken sich die weiten Wälder des Waldelbenreichs, Taredhildôr. Dort haben die Elben die Natur nicht in einen Garten umgestaltet, wie dies in weiten Teilen Gloredhildôrs geschah. Vielmehr ist ihre Lebensweise an die Natur selbst angepasst, so dass sie in vielen kleinen Niederlassungen in völliger Harmonie mit der Natur leben. Sie sind meister des Jagdhandwerks und viele ihrer anderen Schöpfungen sind auch umgeben von dem Schein einer Natürlichkeit, der sie kaum als künstlich gefertigte Objekte erkennen lässt. Innerhalb des Waldelbenreichs gibt es nur eine größere Siedlung, Malorn, welche zwischen den Wipfeln der gleichnamigen, goldblättrigen Bäume erbaut ist.
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Religion
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Völker