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Die Echsenmenschen
diesen Teil der Chronik als pdf Wenig ist über die Echsenmenschen, wie sie heute auf Giladaé vorkommen, bekannt. Sie erreichen stehend eine Höhe von rund sechs Fuß, können sich aber zu knapp sieben Fuß aufrichten und messen mit Schwanz gut acht Fuß. Ihr uns bekanntes Gewicht liegt bei etwa 95 bis 110 Stein. Wir schätzen ihr durchschnittliches Höchstalter auf 400 Jahresläufe, doch diese Zahl ist nur anhand weniger Belege angenommen. Die geschuppte Haut der Echsenmenschen tritt in verschiedenen Grüntönen auf, wobei ihre Bauchseite zarter und heller - zuweilen sogar gelb - ist. Ihre Augen sind bis auf eine ovale Pupille gelb und schließen ihr Lied von unten aufwärts.
Ihre Jungen schlüpfen aus Eiern (ein Gelege umfasst etwa zehn Eier) und kommen körperlich voll entwickelt zur Welt. Dabei scheint ihr Geist noch sehr Tierähnlich. Erst nach einigen Jahren Kontakt mit der Kultur ihrer Eltern in speziellen Aufzuchtskolonien, während derer sie rapide an Größe zunehmen und sich mehrmals häuten, erreichen sie ein Reifestadium, in dem ihr schlichter Geist beinahe über einen einzigen Tag hinweg während einer Häutungsphase die gesammelten Eindrücke der Kultur zusammenfügt und ihr Bewusstsein zu einem höheren Gebilde wird. Die Echsen bezeichnen diesen Tag als ihre "Erwachung". Sie glauben, dass ihre Vorfahren einst durch die Berührung des großen Göttervaters, Minyadan, ebenso vom Tiersein erweckt wurden.
Die der Erwachung folgenden Häutungen werden als große Feste im Gedenken an die geistige Geburt gefeiert. Die abgelegte Haut selbst gilt den Echsen als heilig und wird nach einem bestimmte Ritual verbrannt, auf dass sie nicht in falsche Hände gerät und ihren Besitzer dadurch bösen Flüchen ausliefert.
Was wir weiter über ihre Kultur heute wissen, ist bestenfalls dürftig. Ihr Bestand hat sich seit dem Apokalyptischen Krieg nur langsam erholt. Feuchte bis gemäßigte Umgebungen sind ihre bevorzugten Heimstätten. Sie leben in kleinen Stammesgruppen über die Mittellande verteilt - meist in den versteckten Ruinen ihrer einst mächtigen Kultur. Sowohl am nördlichen Rande des Düstermoors als auch in dem rauen Teil der Laégmyn, hinter Tirithd ûns Südgrenze, sind Bestände dieses Volks bekannt.
Die Echsen sprechen eine eigene alte Sprache, die jeglicher Stimmhaftigkeit entbehrt. Ihre Versuche, die gemeinsame Sprache zu erlernen, sind mühsam und führen bestenfalls zu einem schwer verständlichen, zischenden Flüstern.
Nach ihrer Erwachung werden die Echsen in ihrer Geschichte unterwiesen und verinnerlichen den Schwur ihrer Rasse: mit aller Macht darüber zu wachen, dass die Schlangenmenschen nie wieder genügend Sehersteine zusammenbekommen, um das Ritual damit durchzuführen, das einst die Welt in ihren Grundfesten erschütterte. Ihre jungen Männchen lernen in Ausbildungsstätten das Kriegshandwerk und werden später auf die Suche nach verschollenen Sehersteinen in den verlassenen Ruinen der beiden Kulturen entsandt, oder zum Bewachen bereits gefundener Sehersteine eingesetzt. Dieses eine Ziel ließ sie schließlich auch Kontakt zu den Völkern des Lichts suchen, was zur Gründung der Bruderschaft der Sucher führte, die uns die meisten Informationen zu diesem und dem folgenden Kapitel über die Schlangenmenschen liefern konnte.
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Religion
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Völker