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Während die Arbeiten an den Chroniken fortschreiten soll dieser erste grobe Abriss der Geschichte Giladaés veröffentlich werden. Er beruht auf Fakten, die wir so weit wie möglich authentisch zu rekonstruieren versuchten. Es handelt sich um eine Skizzierung des Kampfs der guten gegen die bösen Mächte, zu welchem Zwecke diese unsere Welt erschaffen wurde.

Ca. 3000 Jahre vor dem Kommen der neuen Völker
Echsen und Schlangenmenschen errichten gemeinsam ihre Kulturen und leben in Frieden einher. Sie entwickeln sich gemeinsam zu Hochkulturen und schaffen Artefakte von großer Wissenschaft, Magie und Schönheit.
Ca. 1500 Jahre vor dem Kommen der neuen Völker
Amglana, "die Schlangengöttin", beginnt ihren Einfluss unter den Schlangenmenschen zu etablieren. Obgleich sie den bösen Gottheiten angehört, lässt sie ihre Anhänger die Kooperation mit den guten Echsenmenschen zu ihren eigenen Gunsten fortfüren.
Ab etwa 1500 bis 500 Jahren vor dem Kommen der neuen Völker
Die beiden Urvölker wachsen auseinander, nachdem der religiöse Kult um Amglana immer fanatischere Züge annimmt.
Ca. 500 Jahre vor dem Kommen der neuen Völker
Die beiden Völker kündigen ihre Zusammenarbeit und isolieren sich voneinander. Ihre Reiche bedecken um diese Zeit etwa die Mitte der später bekannten Lande. Amglana heißt den Schlangenmenschen, sich auf einen Ausrottungskrieg gegen die Echsenmenschen vorzubereiten.
Ca. 200 Jahre vor dem Kommen der neuen Völker
Die Kriege zwischen den Echsen- und Schlangenmenschen beginnen. Den überraschten Echsenmenschen gelingt es, den Schlangen die Stirn zu bieten. Es folgen zwei Jahrhunderte ständiger Kriege, die zu keinem Sieg einer der beiden Seiten führen, so dass sich die Kriegsführung auf immer schärfere Mittel zuspitzt.
Einige Jahre nach dem Kommen der neuen Völker
Der Apokalyptische Krieg: Die Schlangenmenschen versuchen mit dem "Ritual der Fünf Sehersteine" die Vergangenheit zu ihren Gunsten zu beeinflussen. Es kömmt zur verzweifelten Schlacht der Echsen gegen die Hohe Feste des Schlangenreichs, bei der das Ritual unterbrochen und die dabei freigesetzte Kraft die Erde erschüttert. Das Gebiet um die Hohe Feste wird versengt und ist seitdem als die tödliche Wüste Anartalath bekannt. Auch die trostlose Harpyieneinöde und Düstermoor entstehen. Sämtliche Spuren der beiden Alten Kulturen werden von der Magie und dem Umbruch der Erde getilgt. Nur wenige verstreute Stätten und Vertreter der Alten Völker überstehen die Apokalypse. Amglaas Macht ist mit der Vernichtung ihrer Anhänger nahezu ausgelöscht.
Ab dem Kommen der neuen Völker bis etwa zum Jahre 500 seit ihrem Kommen
Die neuen Völker haben den Untergang der alten Kulturen nur in eigenen, abgeschwächten Naturereignissen mitbekommen. Sie entwickeln sich zunächst isoliert voneinander. In den Ländern nördlich der verwüsteten Mittellande wachsen unter dem Schirm der guten Götter (welche vom Zwillingstriumvirat regiert werden) die Völker der Elben, Menschen, Zwerge und Gnome zu bedeutenden Kulturen heran. Im Süden erscheinen die Orks und fallen unter die Herrschaft der neuen finstern Gottheit, Z'Arkon, welcher dadurch die Höheit über seine Schwester Amglana und seine anderen bösen Geschwister erlangt.
Ab ca. 500 seit dem Kommen der neuen Völker
In den Nordlanden knüpfen die vier Völker der Elben, Menschen, Zwerge und Gnome engere Kontakte. Ihre Kulturen profitieren voneinander und gedeihen schnell. Einige der späteren Reiche nehmen langsam Form an.
632 seit dem Kommen der neuen Völker
Z'Arkon befiehlt einer Horde Orks und anderer Wesen, die seinen bösen Lehren hörig geworden sind, die Nordlande zu überfallen, um die Völker der guten Götter auszulöschen und den heiligen Berg Amon Aina zu schänden. Die Nordlandvölker sind zunächst überrascht, doch sind sie bereits vereint genug, um die Invasoren gemeinsam zurückzuschlagen. Einige Jahre ziehen marodierende Banden böser Wesen durch die noch lichte besiedelten Nordlande, doch werden sie mit der Zeit vertrieben. Die Nordvölker erkennen nun die Notwendigkeit des Zusammenschlusses und gründen den Bund der Völker des Lichts zu ihrem Schutz und dem ihrer Götter. Ihre Reiche spannen sich im Bogen um den Heiligen Berg im Norden. Nach und nach werden dort nun Städte und Burgen befestigt und stehende Verteidigungskräfte organisiert. Das Auftauchen von Dienern Z'Arkons hat jedoch auch dessen Lehren an die Ohren der Völker getragen und eine ganze Reihe Menschen fühlt sich mit der Zeit zu ihnen hingezogen. Diese Menschen verschwinden zusammen mit den marodierenden Orkbanden in die von Z'Arkons Kult beherrschten Südlande hinter dem Schwarzen Gebirge Ered Môrlîth.
756 seit dem Kommen der neuen Völker
Z'Arkons Diener stoßen erneut in die Länder des Lichts vor. Doch sind sie diesmal besser organisiert. Die Menschen, die einst zu ihnen stießen wissen zudem, dass spätere Land der Paladine aus weiten, eher unwirtlichem Grasland besteht und daher kaum besiedelt ist. Dort versuchen die Heere Z'Arkons einen erneuten Vorstoß. Sie können zurückgestoßen und vernichtend geschlagen werden, vor allem durch das Engagement neu aufkommender religiöser Kriegervereinigungen der Menschen, den Paladinorden.
Zwei Jahre nach dem Angriff sind alle feindlichen Spuren getilgt. Die übrigen Völker des Lichts drohen den Menschen, sich von ihnen zu distanzieren, da einige aus ihrem Volk offenbar dem Bösen verfallen sind und dies noch dazu geführt hat, dass Z'Arkons Heer an der schwächsten Stelle einfallen konnte. Um dies stellvertretend zu sühnen, nehmen die neuen religiösen Ritterorden der Paladine die Bürde auf sich, das weniger fruchtbare Land zu beziehen und es mit ihren Festungen zu schützen. Zu jener Zeit sind die Orden unter der Führerschaft je einer der sechs obersten Gottheiten des Zwillingstriumvirats noch nicht geeint.
Zwischen 821 und 907 seit dem Kommen der neuen Völker
Es kommt zu Streitigkeiten im Lande der Paladine. Verschiedene Orden beanspruchen die Oberhoheit. Bewaffnete Konflikte unter den Orden brechen aus. Schließlich kommt es im Jahr 907, als ein kleiner Trupp von Kal Malaks Anhängern auf einem Plateau eingekesselt ist und der Vernichtung ins Auge blickt, zu einer göttlichen Offenbarung, die den Gefangenen das Leben rettet. Das Zwillingstriumvirat taucht auf und Kal Malak spricht als dessen Führer, dass die Paladine sich vereinigen sollen. Dies geschieht und an jener Stelle der Offenbarung wird die Zitadelle Auroras errichtet.
Ab 984 seit dem Kommen der neuen Völker
Banden von Orks beginnen, die Südgrenzen der nunmehr geformten Länder des Lichts anzugreifen. Obgleich es sich um einzelne, kleine Vorkommnisse handelt, ist der Völkerrat beunruhigt. Nachrichten von einem neuen Rüsten der Heere Z'Arkons dringen aus dem Süden. Die Völker der Lichts wappnen sich.
1003 seit dem Kommen der neuen Völker
Der dritte große Krieg zwischen den Völkern des Lichts und den Heeren der Finsternis beginnt im Frühjahr. Die Nordländer sind gewappnet und drängen Z'arkons Horden bis zum Winter zurück.
Jahr des Erwachens
Der Völkerrat beschließt, dem geflohenen Heer im nächsten Jahr nachzusetzen und das dunkle Südland vom bösen Kult zu reinigen. An einem Fluss im Südland Môrlad können die Heere des Lichts die Armee der Finsternis stellen. Mit dem Fluss im Rücken gibt es für Orks und verderbte Menschen keine schnelle Fluchtmöglichkeit. Doch inmitten des tobenden Kampfes erbebt die Erde und aus der Mitte des Flusses bricht die schwarze Insel und späterer Sitz des FeuerThrons Gorost hervor. Über ihr glüht ein unheimliches, feuriges Licht, welches den Heeren der Finsternis übernatürliche Kräfte zu verleihen scheint. Der Dunkle Fürst des FeuerThrons, vom Herren der Finsternis geschickt, ist geboren. Die Heere des Lichts werden vernichtend geschlagen und die wenigen Überlebenden fliehen.
Jahr 1 seit des Erwachens
Die Heere der Finsternis fallen in die beinah schutzlosen Länder des Lichts ein. Es kommt zu großen Zerstörungen und zwei Jahren Belagerung vieler Städte des Magierreichs Tirithdûn. Kurz bevor das Reich in die Knie gezwungen ist können Söldnerheere aus Tarmarhûn, die verbliebenen Paladine, sowie Heere der Zwerge und Elben die von Wintern zermürbten Eindringlinge im Frühjahr zurückschlagen. Diesmal verzichtet man darauf, die Heere Z'Arkons bis in ihre Heimat zu verfolgen. Durch ihre Unterstützung im Krieg haben die Söldnerheere aus Freischärlern neue Bedeutung gewonnen. Zum ersten mal haben sich große Kampfverbände zusammengeschlossen, die nicht im Dienste eines Landes stehen und schlagkräftiger als der Begleitschutz einer Karawane sind.
Jahre 28 bis 35 seit des Erwachens
Die Söldnerverbände in Tarmarhûn werden rastlos, da es nicht genügend Arbeit für sie zu tun gibt. Es kommt zu kleineren Vorfällen zwischen ihnen und der übrigen Bevölkerung. Als sich eine berühmte Söldnereinheit für die ungeklärte Brandschatzung eines Gehöfts verantworten soll, verweigert sie sich dem Gesetz und versteckt sich. Die stehenden Streitkräfte Tarmarhûns verschärfen den Umgang mit den übrigen Söldnerbanden und bald kommt es zu größeren Konflikten im ganzen Land. Es steht kurz vor einem Bürgerkrieg, als der Völkerrat im Jahre 35 einstimmig ein Edikt deklariert, demzufolge alle Söldnereinheiten sich den Gesetzen des jeweiligen Landes unterwerfen müssen. Leisten sie dem nicht Folge, gelten sie als feindliche Einheit und es sind alle Länder des Lichts in angemessenem Maßstab zu vereintem Vorgehen gegen sie verpflichtet. Daraufhin fügen sich viele Söldnerverbände rasch, während die übrigen zerschlagen werden.
Bis zum heutigen Tage des Jahres 512 seit des Erwachens hat außer einigen Erbfolgestreitigkeiten im Königreich Tarmarhûn (Kämpfe zwischen angeheuerten Söldnern und königlichen Truppen) kein Krieg mehr im Gebiet der Länder des Lichts stattgefunden. Doch heißt es, dass sich im Süden in den Hallen von Gorost das Böse auf dem FeuerThron wieder regt und aus seinem Schlummer nach der ersten Niederlage erholt hat...
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